Es wurden im Laufe der Jahre die folgenden Typen produziert:

Typ

AS

BS/BS1 CS/CS1 CSA CS0/CS2 Turbo L.E. DS0/DS VX
Bau-
jahr

1966
-
1969

1969
-
1973
1973
-
1978
1972
-
1975
1978
-
1982
1980
-
1982
1981 1982
-
1985
1983
-
1985

Der ASwurde ausschließlich mit dem weiterentwickelten 1438cc Motor aus dem FIAT 124 geliefert. Der Motor verbarg sich unter der glatten Motorhaube ohne Höcker. Der Kühlergrill besaß waagerechte Chromlamellen, das FIAT-Emblem saß vorne auf der Motorhaube. Die Rückleuchten waren klein und ohne Rückfahrscheinwerfer ausgestattet. Die Chromstoßstangen wurden für den Export nach Amerika mit kleinen Chromhörnern vorne und hinten ergänzt.

Die ersten Spider wurden noch ohne "Raumteiler", wie die Mittelkonsole damals genannt wurde, ausgeliefert. Die Prototypen wie auch einige wenige AS wurden mit einem linken Sebring-Mach1 Außenspiegel (Tropfenform) geliefert. Der Innenspiegel war ebenfalls in Chrom ausgeführt. Weitere Besonderheit war neben dem Choke- auch ein Standgashebel. Technische Besonderheit war das Einkreis-Bremssystem, welches ab dem BS1 als Zweikreis-Bremsanlage ausgeführt wurde.

Der BS wurde ab 1969 im schleichenden Übergang mit der optischen Aufwertung des BS1 ausgestattet, behielt jedoch die 1400er Maschine und die höckerlose Motorhaube. Der BS1 erhielt dagegen den 1608cc Motor des FIAT 125 Spezial, der aufgrund seiner Ausmaße zwei Höcker in der Motorhaube erforderte.

Der BS1 erhielt als optische Aufwertung einen Wabenkühlergrill, der das Emblem aufnahm, sowie größere Rückleuchten mit Rückfahrscheinwerfer. Im Innenraum wurde die Armaturen durch eine Analoguhr ergänzt, die Sitze erhielten Kopfstützen und Beckengurte (2-Punkt).

Technische Neuerung war neben der o.a. Bremsanlage die Hinterachse als Starrachse mit 4 Längslenkern und Panhardstab. Zur Benzineinspritzung wurden jetzt 2 40er Doppelvergaser (Weber oder Solex) eingebaut. Der Verteiler wurde auf den rechten Nockenwellenkasten ausquartiert. Die Getriebeübersetzung wurde geändert, so daß die Höchstgeschwindigkeit jetzt im 5.Gang erreicht werden konnte.

Die Typen CS und CS1 markierten den Höhepunkt der Vergaser-Modelle. Während der CS mit seiner seltenen 104PS starken 1739cc Machine und den alten Rückleuchten in einteiliger Ausführung nur ein kurzes Gastspiel erlebte, war der CS1 der absolute Höhepunkt in der Vergaser-Ära. Hierfür mußte aus dem FIAT-Baukasten der 1756cc Motor des FIAT 132 mit seinen 118PS herhalten.

1974 endete auf dem europäischen Kontinent der offizielle Verkauf des FIAT 124 Sport Spider, jedoch wurde der CS1 wie auch später die Modelle CS0, CS2 und DS weiter nach Amerika exportiert.

 

Der Abarth Stradale wurde in der Zeit 1972 bis 1974 1000 mal gebaut. Auffälligstes Merkmal waren die mattschwarzen Motor- und Kofferraumhauben aus Kunststoff sowie die serienmäßigen Cromodora CD30 Felgen aus Magnesium unter schwarzen Kotflügelverbreiterungen. Neben gewichtssparenden Maßnahmen im Innenraum wurde auch auf die Chromstoßstangen (durch Gummihörner ersetzt) sowie das Verdeck (der Abarth wurde mit Hardtop ausgeliefert) verzichtet. Die Türen wurden in einer Alulegierung gefertigt.

 

Der 1800er Motor wurde auf 170PS bei 7200 U/min getunt bei gleichzeitiger Gewichtsreduzierung auf 825kg. Damit erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von offiziellen 192 km/h, den Spurt von 0 auf 100 km/h schaffte er in 8,5 sec (das war 1972!!).

 

Als reine Exportmodelle wurden bis Oktober 1979 CS2-Modelle mit Vergaser und darauffolgend ohne bauliche Veränderungen CS0-Modelle (bis 1982) mit Benzineinspritzung bei FIAT für den amerikanischen Markt gebaut.

 

Für den amerikanischen Markt wurde von einem amerikanischen Tuner der Spider Turbo in etwas über 1000 Stück auf Basis des CS0 2000 Spiders produziert. 1981 produzierte FIAT in einer auf 1000 Fahrzeuge limitierten Edition (L.E.) Spider in champagner metallic mit einer zweifarbigen Lederinnenausstattung sowie weiteren Sonderausstattungen wie teilweise Klima, Automatik und elektrischen Fensterhebern auf den Markt. Da das Auslieferungslager von einer Überschwemmung heimgesucht wurde, probierte man die unverkäuflichen Modelle auf dem europäischen Markt an den Mann zu bringen. Bekannt sind ca. 200 Fahrzeuge, die über einen Münchner Händler zu Sonderkonditionen verkauft worden sein sollen.

 

1982 wurde der Bau des Spiders bei FIAT eingestellt, jedoch wurde in einem fließenden Übergang bei Pininfarina mit dem Bau des DS Spiders begonnen.

 

Nach nur 12 DS0-Fahrzeugen als Vorserie aus dem Jahre 1982 begann Pininfarina mit der Serienproduktion des "Pininfarina Spidereuropa" oder auch Eurospider (DS), der jedoch weiterhin auch nach Amerika exportiert wurde (allerdings ohne vorderen Abschlepphaken). Einige wenige Exemplare gelangten auch nach Japan.
Als technische Krönung wurde ein 2000cc Motor mit der elektronischen L-Jetronic Einspritzung von Bosch eingebaut.

 

Zwischen 1983 und 1985 wurden insgesamt 500 Volumex parallel zum DS für den europäischen Markt gebaut. Als Besonderheit wurde ein 2000cc Motor mit Vergaser und Rootskompressor eingebaut, der sich in der Praxis aber leider als anfällig erwies.

 

Wie uns ein Mitglied der Volumex IG mitteilte, wurden 1984 als limitierte Zahl 39 Volumex in schwarzmetallic, in 1985 dann eine größere Zahl in uni-schwarz neben der Standardfarbe rosso metallic lackiert. Serienmäßig wurden die Fahrzeuge mit den dreiteiligen geschraubten Speedline-Felgen ausgestattet, die sonst nur für den Lancia 0037 gefertigt worden sind.